Bücherstadl-Renovierung

Es gehört nicht viel Fantasie dazu, um sich vorzustellen, wie viel Arbeit es macht, eine Bücherei zu renovieren.Die Regale müssen abgebaut, gereinigt, die Bücher zweimal in die Hand genommen, abgestaubt werden, bis sie wieder an ihrem – jetzt sauberen Platz stehen. Und zwischen drin die Hauptarbeit: Wände und Decke tünchen .

So geschehen in der örtlichen Pfarrbücherei, wo viele helfende Hände zusammen gelangt haben, damit der Bücherstadl jetzt in neuem Glanz erstrahlt. Zahlreiche Besucher bewunderten am Donnerstag bei der Wiedereröffnung im Rahmen des „Welttag des Buches“ den renovierten Raum, der mit der Sonne draußen um die Wetter glänzte. Büchereileiterin Selma Markhof dankte den vielen Mitstreitern, allen voran Annemarie Sprinz, die, wie sie selbst sagte, die Wände solange bemalte, bis sie wieder weiß waren“.

Dem Wunsch auf ein weiteres gutes Miteinander schlossen sich auch Pfarrer Ferdinand Weinberger und zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Glaser an. Beide würdigten auch die hervorragende Arbeit von Selma Markhof und ihrem Team.

Die Wiedereröffnung war zudem der Auftakt zum Jubiläumsjahr des Bücherstadls. Denn vor 50 Jahren, als die 1968er Bewegung in vollem Gang war, vollzog sich auch in der Fichtelgebirgsgemeinde ein Wandel: Aus dem alten Pfarrstadl wurde der „Bücherstadl“, der mit einem überaus reichlich bestückten , brandaktuellen Angebot längst zum Geheimtipp für kleine und große Leseratten geworden ist.

Ehrengast Marianne Specht, Namensgeberin und erste Leiterin, erzählte aus der spannenden Geschichte, die vermutlich sogar ein Kriterium dafür war, dass Fichtelberg damals zum „Unterzentrum“ ernannt wurde. Ein ausführlicher Rückblick folgt im Oktober, wenn der 50. Geburtstag im Rahmen eines Tags der offenen Tür gefeiert wird.

Mit einem Glas Sekt wurde damals die Einweihung und jetzt auch die Wiedereröffnung gefeiert . Damals allerdings, so ist es festgehalten, hatte sich bereits während der Grußworte ein Sektpropfen selbstständig gemacht und mit lautem Knall zum sofortigen Anstoßen aufgefordert.

Gäste und Mitarbeiter bei der Bücherstadl-Eröffnung nach der Renovierung.
von links nach rechts: Elisabeth Kraus, Severin Traßl, Pfarrer Ferdinand Weinberger, Selma Markfhof,zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Glaser, Marianne Specht, Diakon Rudolf Hoffmann, Elias Kraus, Andrea Traßl, Annemarie Sprinz